Außenbeleuchtung

Hohe Wirtschaftlichkeit durch geringe Energiekosten und lange Lebensdauer, um den Wartungsaufwand gering zu halten sind auch im Außenbereich wesentliche Parameter, die eine effiziente Beleuchtung erfüllen sollte. Natriumdampf-Hochdrucklampen, sowie Kompaktleuchtstofflampen und Leuchtstofflampen - in neuer Technik mit konstantem Lichtstrom über einen weiten Temperaturbereich - sind wirtschaftliche Lichtquellen für die öffentliche Beleuchtung. Halogen- Metalldampflampen werden immer mehr eingesetzt, wenn „weißes Licht“ für repräsentative Bereiche gewünscht wird. Besonders für Anstrahlungen und Farbakzente werden häufig LED-Systeme verwendet.

 

Folgende effiziente Lampentypen sind für den Einsatz in der Außenbeleuchtung geeignet:

 

Besonders Quecksilber-Hochdruckentladungslampen (HPL) weisen eine sehr schlechte Energieeffizienz auf und sollten durch effizientere Lampentypen ersetzt werden. Als Alternative bietet sich der Einsatz von hocheffizienten Natrium-Hochdruckentladungslampen an. Sollten diese aufgrund ihrer gelblichen Lichtfarbe für den Einsatzzweck nicht geeignet sein, kommen alternativ Metall-Halogen-Dampflampen in Frage.

 

Die folgende Tabelle zeigt die Einsparpotenziale beim Wechsel auf moderne Leuchtmitteltechnologien auf:

 

Für die Umrüstung bestehender Leuchten von Quecksilber- auf Natrium- Hochdruckentladungslampen oder Metall-Halogen-Dampflampen wird ein zusätzliches Zündgerät benötigt. Diese Maßnahme lohnt sich typischerweise bei Leuchten, die nicht älter als 10 Jahre sind. Andernfalls ist der komplette Austausch der Leuchten günstiger.


LED in der Außenbeleuchtung
LED-Technologie hat sich in der Außenbeleuchtung bereits etabliert und wird v.a. auch zur farblichen Gestaltung (Fassadenbeleuchtung) eingesetzt. Verschiedene Möglichkeiten der Anstrahlung (Scheinwerfer, gebäudenahe & -ferne Anstrahlung) und Außenleuchten sind möglich. Im Vergleich zur herkömmlichen Beleuchtung ist die LED-Technologie wesentlich effizienter. Auch
für „kleine“ Beleuchtungsakzente wie Lichterketten und Lichtschläuche sind LED-Lösungen empfehlenswert. Für die Außenbeleuchtung eignen sich LED auch wegen ihrer Robustheit besonders gut.


Vorschaltgeräte
Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) für Hochdruckentladungslampen besitzen im Vergleich zu konventionell betriebenen Vorschaltgeräten (KVG) eine geringere Verlustleistung und sind für Dimmung geeignet.


Bei Leuchtstofflampen bringt der Einsatz von elektronischen Betriebsgeräten, je nach Lampentyp, Einsparungen bis zu 20% mit sich. Ein weiterer Vorteil gegenüber konventionellen Vorschaltgeräten ist die bis zu 30 Prozent längere Lebensdauer.


Beleuchtungssteuerung
Einen direkten Einfluss auf den Stromverbrauch haben die Betriebsstunden der Lampen. Eine Möglichkeit, die Betriebsstunden zu reduzieren, ist die bedarfsgerechte Steuerung des Ein- bzw. Ausschaltzeitpunkts. Wird die Anlage statt mit einer Zeitschaltuhr über einen Dämmerungsschalter gesteuert, dann wird die Außenbeleuchtung erst eingeschaltet, wenn das Tageslicht nicht mehr für die Ausleuchtung des Außenbereiches ausreicht.

Mit Hilfe einer zeitgesteuerten Dimmung kann die Beleuchtungsstärke in der Nacht auf das für die wenig frequentierte Zeit notwendige Maß reduziert werden. Durch diese Leistungsreduktion der Lampen wird das gesamte Beleuchtungsniveau gleichmäßig heruntergesetzt. Das menschliche Auge kann sich somit dem schwächeren Beleuchtungsniveau anpassen.


Es sind aber nicht alle Leuchtmittel für diese Leistungsreduktion geeignet. Während bei Natriumdampflampen dies ohne Probleme möglich ist, beeinträchtigt bei Quecksilberdampflampen eine Leistungsreduktion den Lampenwirkungsgrad erheblich. Bei Metallhalogendampflampen wurden für den Dimmbetrieb neue Leuchtmittel entwickelt. Damit es beim Dimmen zu keinen Lampenschäden kommt, ist ein EVG-Betrieb unbedingt erforderlich.


Insekten
Der Anflug von Insekten kann durch den Einsatz von Natriumdampflampen, Weißlichtquellen mit UV-Schutz oder eine nur kleine Lichtaustrittsfläche reduziert werden.


Weihnachtsbeleuchtung
Die immer beliebter werdenden Lichterketten verbrauchen in den wenigen Wochen vor Weihnachten so viel Strom wie mehr als 10.000 österreichische Haushalte in einem ganzen Jahr. Millionen von Kilowattstunden Strom fließen alle Jahre wieder in die elektrische Lichterpracht. Umso wichtiger ist es daher, beim Kauf auf die Lämpchenleistung zu achten: Es gibt welche, die ein Watt und andere, die fünf Watt brauchen. Man kann daher allein durch die Wahl des richtigen Produkts den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent reduzieren, wenn man auf den künstlichen Lichterglanz nicht ganz verzichten will.


Teurer, aber bei weitem am effizientesten sind Lichterketten mit LEDs (Leuchtdioden), deren Verbrauch bei einem Bruchteil von konventionellen Lämpchen liegt. Sinnvoll ist auch der Einsatz von Zeitschaltuhren, die sicherstellen, dass nicht 24 Stunden lang Strom verbraucht wird.

 

Auch der Sicherheitsaspekt sollte nicht aus den Augen gelassen werden. Es ist ratsam, beim Kauf darauf zu achten, dass die Lichterkette zumindest das CE-Prüfzeichen trägt. Häufigster sicherheitstechnischer Fehler ist, nicht vor Spritzwasser geschützte und nur für den Innenraum geeignete Produkte im Freien zu verwenden. Gleiches gilt für Verlängerungskabel, die ebenfalls nicht alle für die Verlegung im Schnee tauglich sind.


Übrigens: Das Verlängerungskabel, das die Lichterkette mit einer Steckdose im Gebäude verbindet, nicht durch ein dauerhaft gekipptes Fenster legen. So läßt man nicht nur das Kabel, sondern auch Wärme unkontrolliert ins Freie.

 

 

Straßenbeleuchtung

Gute und effiziente öffentliche Beleuchtung

 

Nicht nur in Gebäuden und Wohnungen, sondern auch auf Straßen und Plätzen ist die Beleuchtung ein wichtiger Faktor für Atmosphäre und Wirkung. Die richtige Auswahl von Be- leuchtungen im öffentlichen Raum ist deshalb entscheidend für die optische Wirkung und den Eindruck bei Benutzer/in- nen und Passant/innen. Nun liegen erstmals europaweit ein- heitliche Gütemerkmale für Straßenbeleuchtung in Form der ÖNORM EN 13201 vor. Sie definiert Grenzwerte, die den visuellen Bedürfnissen der Straßennutzer/innen entsprechen und berücksichtigt Umweltaspekte.

 

Ausgehend von internationalen Richtwerten bestimmt die Norm, dass Straßensituationen entsprechend den Verkehrsverhältnissen beleuchtet werden müssen. Eine stark frequentierte Straße (Hauptstraße) muss heller beleuchtet sein als eine kleine Nebengasse. Es bestehen auch wesentliche Unterschiede zwischen z. B. Hauptstraßen, Fußgängerzonen, Haltestellenbereiche, etc.

 

 

Unterschiede im Erscheinungsbild

Auslegung und Anordnung von Straßenbeleuchtungsanlagen können zu großen Unterschieden im Erscheinungsbild der Straße und der Straßenumgebung bei Tag und bei Nacht führen. Dies gilt nicht nur für Straßenbenutzer/innen, sondern auch für Beobachter/innen, die eine Beleuchtungsanlage aus einer gewissen Entfernung von der Straße betrachten.

 

Pannen bei Gestaltung und Planung können bei konsequenter Anwendung der Normen in Zukunft weitestgehend vermieden werden. Die neue ÖNORM EN 13201 ersetzt die bisher gültige ÖNORM O 1050 aus dem Jahr 1991.

 

Zwar hat die Norm keinen gesetzlich verpfl ichtenden Charakter und wird derzeit auch nicht in der STVO Straßenverkehrsordnung für verbindlich erklärt, hilft aber bei der richtigen Planung und Gestaltung.

 

 

Zumeist motivieren die Stromkosten oder veraltete Anlagen zu Effizienzüberlegungen bei der Straßenbeleuchtung, oder aber im Zuge von Erweiterungen der bestehenden Anlagen werden "Altanlagen" analysiert.

 

Mit einem Durchschnittswert der Lichtausbeute in lm/W (= Effizienzkriterium für die Umwandlung von Strom in Licht) für alle Lampen einer Gemeinde können zwar Gemeinden nicht ohne weiteres untereinander verglichen werden, aber als Bewertungskriterium für die Qualität vor und nach einer Sanierung ist der Wert durchaus aussagekräftig. Ein Vergleich von gleichartigen Verkehrsflächen, also z. B. Nebenstraße A mit Nebenstraße B, kann interessante Erkenntnisse liefern.

 

Es können neben dem Durchschnittswert der Lichtausbeute folgende Fragen für eine Bewertung der Straßenbeleuchtung gestellt werden:

 

 

 

 

Entsorgung von Entladungslampen

 

Die meisten Entladungslampen enthalten Quecksilber und dürfen daher möglichst nicht zerstört werden, damit keine giftigen Quecksilberdämpfe freigesetzt werden. Auf eine ordnungsgemäße Entsorgung ist zu achten.

 

 

Bewusster Umgang mit Licht

 

Ein großer Teil der Lichtquellen dient dazu, die notwendige Erhaltung der Sicherheit auf Straßen und öffentlichen Plätzen zu gewährleisten. Nicht unwesentlich ist jedoch auch der Teil, der nur für dekorative und werbeähnliche Zwecke verwendet wird wie z. B. Reklametafeln, Skybeamer, beleuchtete Gebäude und Denkmäler etc. Bei diesem Übermaß an Beleuchtung wird oft von "Lichtverschmutzung" gesprochen. Dieses immer größer werdende Problem hat oft nicht bedachte Folgen sowohl für die Natur als auch für den Menschen.

 

So orientieren sich z. B. nachtaktive Insekten bei ihren Flügen normalerweise am Mond und den anderen Himmelskörpern. Die lichtempfindlichen Tiere werden von künstlichen Lichtquellen irritiert und ihr Orientierungssinn gestört. Ebenso können Zugvögel bei ihren Flügen durch zu starke Beleuchtung ihr Ziel verlieren.

 

Auch die Astronomie wird durch ein Zuviel an Licht beeinträchtigt. Über einer großen, stark beleuchteten Stadt kann der Sternenhimmel nicht mehr betrachtet werden. In Österreich können im Durchschnitt am Himmel nur noch ca. 10 % der Sterne gesehen werden.

 

Der Umgang mit künstlichem Licht sollte daher mit Bedacht erfolgen. Zusätzlich lassen sich damit noch Kosten und Energie sparen.

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